Die Macht der Gedanken

Die Macht der Gedanken

„Jeder lebendige Gedanke ist eine Welt im Werden“ (Quelle: ein Teebeutelanhänger)

Als ich dieses Zitat heute an meinem Teebeutel gelesen habe (ja, manchmal trinke ich leckere Teemischungen im Beutel, die, mit diesen Sinnsprüchen dran), war ich dankbar. Warum? Weil ich erinnert wurde. Und zwar an die Macht der Gedanken.

Gedanken schaffen ein Gefängnis oder die Freiheit

Ich kann es, du kannst es, alle Menschen können es. Sich ein Gefängnis mit ihren Gedanken schaffen oder die Freiheit. Jeden Tag und jeden Augenblick aufs Neue. Wir müssen nur bemerken, was da in uns vor sich geht. Das ist eine echte Herausforderung, denn die wenigsten von uns schauen sich beim Denken zu. Sollten wir aber öfter mal tun. Das ist nämlich ziemlich interessant, was da so abläuft.

All die Kommentare und Wertungen, die wir parat haben. Für andere und für uns selbst. Für Menschen, Dinge, Handlungen, Situationen. Es ist nie still da oben in unserem Kopf. Einiges ist sehr flüchtig, andere halten sich hartnäckig oder kommen immer wieder.

Wenn wir den Gedanken vor einem Gefühl erfassen würden, dann würde uns bewusst werden, dass viele der in uns wohnenden Gefühle durch den gerade gedachten Gedanken ausgelöst wurden. Zumindest eine innere Stimmung oder die emotionale Färbung dieses Moments beeinflussen.

Können wir die Gedanken anhalten?

Um überhaupt eine Chance bei diesem regen Geist zu haben, müssen wir zunächst uns selbst anhalten. Einfach mal stehen oder sitzen bleiben und dir selbst zuhören. Den Körper zur Ruhe kommen lassen, keine Ablenkungen aus kleinen, leuchtenden Displays oder laute Musik um dich herum. Bemerken, was dann passiert. Ohne Ablenkung von außen wird es oft ganz schön laut in uns.

Was hilft bei kreisenden Gedanken?

Idee 1:

Gedanken anschauen ist ein wenig wie im Kino sitzen und sehen, was sich auf der Leinwand so alles abspielt. Nur, dass du jetzt nicht einsteigen musst in diesen Film. Es ist nur ein Gedanke. Wenn der gerade heißt: „Ich muss noch die Wäsche waschen, einkaufen oder das Projekt beenden“, bemerkst du vielleicht einen Impuls im Körper. Die Muskeln spannen sich an und machen sich z. B. bereit zum Aufstehen. Lass Gedanken und Impuls durchziehen. Besinne dich darauf, wie du sitzt oder stehst. Spüre deinen im Kontakt mit dem Boden oder Möbel. Das lenkt deine Aufmerksamkeit auf deine Wahrnehmung in diesem Augenblick, nicht auf gestern und nicht auf morgen.

Idee 2:

Es mag Momente geben, wo dir das nicht hilfreich erscheint. Die Gedanken sind einfach so penetrant und kommen immer wieder. Am liebsten immer dieselben. Dann schaue dir den Gedanken näher an. Wende dich ihm zu und sage laut oder im Stillen: „Ich sehe dich Gedanke.“ Passiert da schon etwas? Wenn nicht, sprich weiter: „Ich versichere dir, dass ich mich später um dich kümmere. Jetzt mache ich erst xyz.“ Einiges kann warten, weil es nicht zeitkritisch ist. Andere Gedanken, wie z. B. die selbstkritischen, abwertenden, möchtest du vielleicht lieber zu einem anderen Zeitpunkt in Ruhe betrachten und sehen, was eigentlich dahinter steckt.

An dieser Stelle möchte ich Dir mein Transformationsbooster-Coaching empfehlen. Das ist prima, um negative, immer wiederkehrende Gedanken näher zu untersuchen.

Idee 3: 

Hinterfrage deine Gedanken. „Bist du real?“ ist eine gute Einstiegsfrage und kommt gleich zum Punkt. Denn wahrscheinlich ist er es nicht. Nimm einmal an, wir bringen noch 10 weitere Menschen in dieselbe Situation, in der du dich befindest, würden sie die gleichen Gedanken denken? Mit hoher Wahrscheinlichkeit würde die Wahrnehmung der Situation unterschiedlich aussehen, denn die Gedanken eines/r jeden Einzelnen durchlaufen andere, sehr individuelle Filter und beeinflussen so das persönliche Erleben.

Idee 4:

Du kannst deinen Fokus auch auf den Raum zwischen deine Gedanken lenken. Bemerke die Lücke. Das braucht manchmal ein wenig Zeit, um bei dieser Übung in den Flow zu kommen, da wir eher Objekt-, also Gedanken-, fixiert sind. Wenn du aber schaust, woher der nächste Gedanke kommt, bemerkst du vielleicht eine Millisekunde den Zwischenraum vor seinem Entstehen. Faszinierend, oder?

Ich laufe lieber, um meine Gedanken loszuwerden

Bewegung hilft ganz wunderbar, um aufgestaute Energie wieder in den Fluss zu bringen und Stresshormone abzubauen. Wenn du das Gefühl hast, dass dir das guttut, dann tue es. Die Gedanken sind es, die dir wahrscheinlich den ganzen Stress gemacht haben. Nach dem ersten Abbau der Energie schaue, was du nun brauchst. Ist es vielleicht doch eine kurze Auszeit? Dann hol sie dir. Setze dich auf eine Bank, nimm eine Tasse leckeren Tees oder Kaffees in beide Hände oder iss einen Snack mit Genuss oder alles zusammen. Lass deine Sinne aktiv werden. Auf diese Art ziehen die Gedanken von ganz allein weiter.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um aus dem Gedankenkarussell auszusteigen. Du bist mit diesem Thema nicht allein. Wir alle haben damit mehr oder weniger zu kämpfen.

„Es ist deine Wahl, welche Welt du in deinem Kopf entstehen lässt.“ (Gabriela Voss)

Wenn du Unterstützung brauchst und deine Gedankenwelt ändern oder näher untersuchen möchtest, dann empfehle ich dir ein Coaching mit mir. Da kommen wir schnell zum Kern und du erhältst deine individuelle Umsetzungsstrategie.