Meditation – das ist wie nach Hause kommen

Die beste Meditation ist die, die du tust.

 

Du kannst noch so viel darüber lesen, Videos schauen oder tolle Erzählungen anderer hören. Du musst deine eigenen Erfahrungen machen und es selbst erleben, um dir ein Bild zu machen.

Jede Meditation bringt dich ein wenig mehr in Kontakt mit dir selber und du wirst mit der Zeit viel über dich erfahren.

Was brauchst Du, um zu starten?

Nichts außer deinen Willen es zu tun und einen Platz, wo du für einige Zeit ungestört bist. Wenn du draußen bist, lehne dich vielleicht an einen Baum oder setze dich an einen geschützten Platz auf einer Wiese. In deiner Wohnung schalte das Telefon leise und sag deiner Familie Bescheid, dass du mal ein paar Minuten für dich sein möchtest.

Wie geht Meditation?

Hier gebe ich dir eine Beschreibung einer kleinen, einfachen Meditation im säkularen Sinn, also frei von religiösen Anschauungen. Vielleicht spricht sie dich an und du möchtest sie ausprobieren. Eine gute Idee ist z.B. sie dir auf dein Handy zu sprechen und dich dann von deiner eigenen Stimme begleiten zu lassen. Oder du liest sie dir durch und lässt dich durch die nächsten Minuten einfach von deiner Intuition leiten, ganz ohne Worte.

Pausiere. Lass dich an deinem Platz nieder. Setzt die klare Absicht zu meditieren.

Suche dir zunächst ein Objekt aus, auf das du deinen Fokus richtest. Das kann dein Atem sein, eine Pflanze, ein inneres Bild oder ein gesprochenes Wort, wie z.B. Ruhe, das du in deinem Geist wiederholst. Es sollte ein Anker sein, der stark genug ist, um dich immer wieder in die Gegenwart zu holen. Wenn du eine allzu starke Unruhe im stillen Sitzen bemerkst, dann meditiere im Gehen oder vielleicht mit einer Audio-Anleitung oder in einer Gruppe. Das kann sehr unterstützend sein.

Beginne, indem du deine ganze Aufmerksamkeit auf deinen Anker richtest. Lasse alle anderen Einflüsse für einen Moment los und davonziehen. Zentriere dich in deinem Ankerpunkt und lasse dich dort vollkommen nieder, auch wenn das anfangs nur für zwei oder drei Atemzüge möglich ist. Deine Gedanken werden wahrscheinlich immer wieder abschweifen, aber mit deinem starken Anker fokussierst du dich immer wieder. Das geschieht meistens viele Male in einer Meditation, sei also unbesorgt und kritisiere dich dafür nicht.

Während du weiter die volle Aufmerksamkeit auf deinen Ankerpunkt hältst, weitest du gleichzeitig dein Bewusstsein für alle anderen Phänomene die auftauchen, wie z.B. Körperempfindungen, Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse, Wünsche. Bemühe dich nicht deinen Geist an nichts denken zu lassen. Lasse alles da sein und beobachte das Kommen und Gehen. Springe auf keines der Phänomene auf. Mach dir keinen Stress. Bleibe eine zentrierte und ruhige Person, die atmet und die die ständigen Veränderungen beobachtet. Genieße deine Präsenz von Augenblick zu Augenblick. 

Meditiere, solange du möchtest. Selbst nur eine Minute ist ein Anfang und hilfreich. Natürlich sind 15, 30 oder 45 Minuten besser. Vielleicht merkst du nach einigen Malen, wie du die Zeit ausdehnen kannst oder dass du die Zeit ausdehnen möchtest. 

Am Ende der Meditation bleibe noch ein wenig sitzen und spüre den Nachhall, den sie hinterlässt.

 

Für mich ist Meditation immer wieder ein nach Hause kommen. In mein Zentrum, wo ich tiefen Frieden empfinde. Wo ich ein Gefühl von Heimat, Ruhe und Sicherheit empfinde.

Vielleicht hast Du Lust bekommen, eine Verabredung mit dir selbst zu treffen? Dann reserviere dir ab jetzt einen kleinen Zeitraum während des Tages, wo du ungestört bist und dich einfach hinsetzt und mal schaust, was passiert. Das Wichtigste ist dabei: habe Spaß!